Menü

Eine Dynastie von Schuhmachern lebte und arbeitete im Schnecken-Hof. Bei der Sanierung des traditionellen Jurahauses wurde viel Wert auf originalgetreues Material gelegt – bis hin zur Außenfarbe auf Sumpfkalkbasis.

Mithilfe von Kirchenbüchern lässt sich die Geschichte des Schnecken-Hofs fast lückenlos belegen. Alles beginnt mit der Heirat des Webergesellen Michael Heinrichmeier im Jahr 1708. Nur wenige Jahre zuvor war das Dorf Dietfurt im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört worden; man befand sich in der Phase des Wiederaufbaus. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts verdienten die Hofbesitzer ihr Geld als Schuhmacher – teilweise sind sogar ihre Werkzeuge erhalten geblieben. Ein Jahrhundert später konnten die Schuhmacher vielerorts nicht mehr mit der maschinell gefertigten Ware konkurrieren – so auch die Heinrichmeyers. Die folgenden Generationen bestritten ihr Einkommen aus der Landwirtschaft, als Söldner, Schreiner und Steinmetz.

Ab 2004 wurde das alte Bauernhaus umfassend saniert. Historisches wie die Bohlenbalkendecke von 1708, das Pflaster im Flur und das Fachwerk wurden, wo nötig, mit modernen Elementen ergänzt, um höchsten Komfort zu gewährleisten. Auch die Einrichtung ist teilweise historisch. So stammt zum Beispiel die Sitzgruppe in der Stube aus dem 19., der Bauernschrank im Schlafzimmer aus dem frühen 18. Jahrhundert. Einige Fundstücke aus dem Haus und die „Ahnengalerie“ vermitteln den Gästen das Gefühl, Teil einer langen und bewegten Geschichte zu sein.

Radfahren Wandern Kultur Gastronomie Wohnmobil Unterkunft

Hinweis

Treuchtlinger Schlossweihnachtmit historischem Mittelaltermarkt... mehr